Narzissenpflücker

Ein weiteres kategoriales Format, dass ich hier auf dem Blog etablieren wollte, befasst sich mit dem Magazin „Blaue Narzisse“ und soll damit das Gegenstück zum SPIEGELblick sein. Es wird dabei vorzugsweise um die Artikel dieses wertkonservativen bis rechten Online-Magazins gehen, mit denen ich mich gleichsam wie im SPIEGELblick auseinandersetzen möchte. Der Name des ganzen: Narzissenpflücker.

Ein weiteres kategoriales Format, dass ich hier auf dem Blog etablieren wollte, befasst sich mit dem Magazin „Blaue Narzisse“ und soll damit das Gegenstück zum SPIEGELblick sein. Es wird dabei vorzugsweise um die Artikel dieses wertkonservativen bis rechten Online-Magazins gehen, mit denen ich mich gleichsam wie im SPIEGELblick auseinandersetzen möchte. Der Name des ganzen: Narzissenpflücker.

Warum die Blaue Narzisse? Generell ist erst einmal zu sagen, dass man für ein möglichst vollständiges Meinungsbild Medien verschiedener Coleur anschauen sollte. Nun habe ich auch nicht die Fähigkeiten und Zeit alle möglichen Tages- oder Wochenzeitungen zu konsumieren und muss mich einschränken. Es ist daher sinnig dem SPIEGEL als eher linkem und liberalen Medium ein Gegenüber aus dem anderen Lager zuzuordnen. Generell fand ich, macht es wenig Sinn, Medien zu konsumieren, deren Aussagen ich nicht einmal ansatzweise zustimmen kann, wo es dann für das eigene Denken und Empfinden überhaupt keine Ansatzpunkte gibt. Das erscheint mir fruchtlos.

Ich halte die Narzisse, das mag vielleicht ein positives Vorurteil sein, für eloquenter und nicht gar so hetzerisch wie bspw. die Junge Freiheit. Auch wenn dort dem Spektrum geschuldet auch desöfteren Unsäglichkeiten verbreitet werden, gibt es auch immer wieder Perlen, die ich wiederum im SPIEGEL in ihren Aussagen so vermisse und die mir auch von meinen eigenen Überzeugungen her Ansatzpunkte geben, die ich in anderen Medien vermisse. Es macht also schlussendlich die Mischung aus Zustimmung Ablehnung in beiden Medien diese Auswahl für mich so naheliegend.

Deshalb will ich mich im Narzissenpflücker damit befassen, welche Position ich zu Artikeln/ Essays, die dort publiziert werden, einnehme, gerade auch weil die Seite leider eine Kommentarsektion vermissen lässt und ich das sozusagen als offenen Leserbrief formulieren kann.

Interessierte können sicher einen Blick wagen, aber man sollte wie überall natürlich mit einer gewissen kritischen Distanz lesen.

Bevor Artikel für das Format hier erscheinen, will ich noch einen allgemeinen Lesehinweis mitgeben: Auch wenn mir Artikel gefallen, heißt das nicht, dass ich mit allen Aussagen, dem Tenor oder den gezogenen Schlüssen völlig oder überhaupt übereinstimme. Ich habe es schon vielfach erlebt, dass ein Artikel, der aus meiner Sicht eine grundsätzlich interessante oder richtige Richtung anvisiert, dann an anderer Stelle wieder völlig überzieht.

Nationalbeobachter

Im Zuge der angekündigten Formate hier auf dem Blog soll es in Zukunft neben dem SPIEGELblick auch eine Schau ins rechte Spektrum geben. Wie ich bereits in meinen ersten Beiträgen erwähnt habe, steht, wer sich selbst Nationalist nennt, in einem weiten Dunstkreis auf der rechten Seite des politischen Spektrums, nicht unbedingt faktisch (ich habe eher Probleme mich dort abschließend zu positionieren), sondern assoziativ. Es kann daher nicht schaden zu schauen, was andere Gruppen für Aussagen oder Verhaltensweisen an den Tag legen, die sich selbst auch als patriotisch oder national verstehen. Aus diesem Grund befasse ich mich im Nationalbeobachter nun genau mit diesen Dingen.

Warum das Ganze? Das hilft mir einerseits hinsichtlich meiner eigenen Positionierung, wo bin ich anschlussfähig, wo gibt es Meinungsunterschiede und was finde ich überhaupt nicht in Ordnung und gibt im Endeffekt neue Ideen entweder aus der Zustimmung oder Abgrenzung heraus und hilft somit andererseits das eigene Profil zu schärfen.

Als ein weiterer wichtiger Punkt geschehen tagtäglich widerwärtige Dinge, Anschläge auf Heime und auf Menschen, unmenschliche Hetze und die absurdesten Ideen und Verschwörungstheorien und ich habe einerseits wenig Lust meine Wut und Ohnmacht darüber in mich hinein zu fressen, andererseits sehe ich es gerade als meine Verpflichtung als auch Nationalist eine klare Gegenposition dazu zubeziehen und das nicht stellvertretend für uns alle stehen zu lassen.

SPIEGELblick und andere neue Formate

Um in Zukunft strukturierter zu arbeiten, will ich eine Reihe von regelmäßigen Formaten oder Reihen hier auf dem Blog einrichten, die sich mit aktuellem Input von verschiedenen Seiten widmen sollen.

Um in Zukunft strukturierter zu arbeiten, will ich eine Reihe von regelmäßigen Formaten oder Reihen hier auf dem Blog einrichten, die sich mit aktuellem Input von verschiedenen Seiten widmen sollen. Ich lese insgesamt relativ viel: Artikel, Essays, Meldungen mit tagesaktuellem Bezug oder kriege hie und da Äußerungen und Meldungen bestimmter Akteure zu hören und mache mir da natürlich auch meine Gedanken zu. Das ein guter Teil auch angesichts der aktuellen Fluchtproblematik das Nationale in irgendeiner Form tangiert, spricht ebenso dafür. Bevor ich die Gedanken also in mich hinein fresse, mich still ärgere oder nur bedächtig nicke, kann ich das Ganze hier auf Dauer gerade auch für mich selbst mal in Worte kleiden.

Das erste dieser neuen Formate soll SPIEGELblick heißen und sich insbesondere der Berichterstattung im Nachrichtenmagazin Der SPIEGEL widmen. Ich schätze die Berichterstattung des Magazins sehr, halte den Schreibstil für unterhaltsam, gut lesbar und die Artikel gleichsam für informiert und scharf im Urteil. Anders als man erwarten würde, teile ich bei der doch eher links-liberalen Ausrichtung des Magazins sehr häufig die Meinung der Redakteure in vielen gesellschaftspolitischen Fragen, liege aber gerade in der Beurteilung des Nationalen mit den Redakteuren über Kreuz. Eine gewisse Anziehung und Abstoßung ist vorhanden und das macht es denke ich fruchtbar, sich mit dort erscheinenden Publikationen schriftlich auseinander zu setzen.

Was die Inhalte hier auf dem Blog angeht, wird es zumeist darauf hinauslaufen meinen eigenen Standpunkt zu einem bestimmten in einem Artikel oder Essay angesprochenen Thema zu formulieren oder mich mit bestimmten Aspekten der Argumentation auseinandersetzen.

Dabei wird es passieren, dass ich mir als Material auch ältere Ausgaben als nur die aktuellen heranziehen werde, also man erwarte da weniger eine chronologische Reihenfolge als eine Thematikorientierung.

Es wird zu den Formaten in den nächsten Tagen/ Wochen noch weitere Ankündigungen geben, denn beim SPIEGEL allein soll es ja allein schon wegen der Umfänglichkeit nicht bleiben.

Flüchtlingssturm nötigt zur Positionierung

Eigentlich wollte ich mich hier in diesem Blog – auch als Reaktion auf den Ärger mit PEGIDA im vergangenen Jahr – mit nationalen Politikperspektiven befassen als auch mit Alternativen zu den bestehenden Angeboten gewisser Parteien und Vereinigungen, die mich – obwohl sie sich national nennen – nur sehr schlecht repräsentieren und aus meiner Sicht auch jeden Nationalgesinnten in ein schlechtes Licht der Art rücken, dass es auch nicht wundert, wenn wir von der Gesellschaft kaum mehr anders als verkappte Faschisten – Nazis – wahrgenommen werden. So unerfreulich diese Pauschalisierung auch sein mag, liegt sie nun einmal vor und ist vermutlich auch gar nicht so verfehlt, zumindest ohne Stimmen, die nationalistische Konzeptionen aus diesem Sumpf ziehen. Ich hatte in den vergangenen Wochen für den Start extra ein paar Artikel zur Einführung vorbereitet, damit die geneigten Leser wissen, worum es hier geht und womit zu rechnen ist.

Allerdings hat Europa, Deutschland, PEGIDA, die Gesellschaft und mich und meinen kleinen Blog hier die Realität ein- und überholt. Wie der SPIEGEL bereits ausruft (Ausgabe 36/2015) stehen wir wohl an einem Scheideweg. In den kommenden Monaten wird darum gerungen werden, wie Deutschland in der Zukunft aussehen wird, auch darum ob Deutschland dann nur noch eine Phrase – ein Begriff sein wird, der vielmehr nur noch historische Gültigkeit besitzt, währen die Realität dann womöglich einen Staat ohne Attribute zeitigt.
Es wird Debatten geben und ich fühlte mich bisher schon unwohl dabei, dass ich an vergangenen Themen (z.B. ob der Islam zu Deutschland gehöre) nicht teilnehmen konnte, obwohl es mir dazu schmerzhaft unter den Nägeln gebrannt hat und eine Stimme nicht wirklich einbringen, zumal ich nicht Leute für mich sprechen lassen will, die ein zweifelhaftes Verhältnis zu unserer Verfassung, unserem Rechtssystem und Menschen anderer Abkunft haben; ich mich aber in dieser selbstverständlichen Ablehnung auch nicht automatisch auf der anderen Seite des politischen Spektrums wiederfinden kann.
Jetzt da die Debatte um Links und Rechts um Nationalität und Humanität durch Flucht und Migration in einem Ausmaß, wie wir seit dem Zweiten Weltkrieg oder der Völkerwanderung nicht mehr erlebt haben, auf die Tagesordnung gebracht und enorm zugespitzt wird – und die jetzt zu treffenden Entscheidungen oder sich bildenden Meinungen das (auch ethnographische) Antlitz Deutschlands für die Zukunft enorm verändern können und gewiss auch werden, will und muss ich mich jetzt einfach auch in diese Debatten mischen und meine – zugegeben selbst ernannten – gemäßigt nationalistischen Positionen formulieren, auch weil es mir mein Gewissen gebietet.

Ich tue das auch in der Hoffnung darauf, dass diejenigen bei mir Position und Stimme finden, die sich aus verständlichen Mitgefühl und Humanität vertriebenen und verfolgten Menschen gegenüber, durchaus verpflichtet fühlen, sich aber nicht einreihen möchten in die Reihen kritikloser Befürworter. Ich spreche von denjenigen, die durchaus die notwendige Nothilfe leisten wollen, einen sicheren Hafen bieten möchten, daraus aber nicht verklausulierte Migration machen möchten sowie von jenen, die sich mit Sorgen tragen bezüglich der Belastbarkeit, der gerechten Verteilung und eines Anfangs ohne Ende sowie der Kritik an bestimmtem Verhalten oder Verhaltensweisen.

Hier im Blog werde ich die dazu von mir erscheinenden Gedanken und Artikel mit dem Tag „Flüchtlingssturm“ versehen. Der Begriff Krise erscheint mir nicht mehr wirklich geeignet, den Zustand, in dem wir uns inzwischen befinden, adäquat zu beschreiben. Wir erleben einen Ansturm auf die Grenzen, einen Sturm innerhalb der Institutionen der EU sowie ihrer einzelnen Staaten und das Chaos als auch das alltägliche Elend, das Verwaltung und Unterbringung der Flüchtlinge mit sich bringen und vor allem auch die Debatten, Streits und Verunsicherung, die die Situation in den Gesellschaften auslöst; von den verbrecherischen Aktionen Einzelner und organisierter Gruppen ganz zu schweigen.

Viel wurde dazu geschrieben und viel wird noch geschrieben und vor allem auch dramatisiert werden. Ich will an der Stelle nur das drängende Gefühl in mir beruhigen, in dem ich mich zumindest in die Debatte eingebracht habe. Dies Land liegt mir am Herzen und ich will einen Weg versuchen, der die Humanität, die in diesem Fall geboten ist, in Einklang bringt mit dem Wunsch nach Erhalt des Deutschen im kulturellen und ethnischen Sinn; der Identität im Weiteren.